Buenos Aires

Souvenirs nach 5 Tagen Buenos Aires:

  • Tangolektion, Milonga und Rotwein mit Alberto Goldberg in La Catedral – dem bohèmen Künstlerpalast und Zuhause von Tangokatze Tita
  • Plaudern und Coca-Teetrinken mit unserem AirBnB-host, Tierarzt und Psychologie-Professor Victor
  • Eindrückliche Graffiti – sogenannte Murales – in Palermo Viejo
  • Der wunderlich, schöne Markt in San Telmo
  • Unterhaltsame und lehrreiche Tours durch das kontrastreiche (nicht nur farblich, sondern auch in Bezug auf Besucher und Einwohner) Viertel La Boca und durch die Prachtstrassen  im Zentrum von „MöchtegernParis“ mit Santiago von Free Walks (die übrigens nicht alle „free“ sind)
  • Der gruselig, faszinierende Friedhof von La Chacarita – spannender als der von Recoleta, da man hier nebst den uralten und riesigen Mausoleen auch die sehr einfachen „modernen“ Gräber und die zweistöckigen, unterirdischen Urnenwände sieht.
  • Freundliche und gesprächige Taxifahrer, die einen über die neusten Uber-Streiks, Tauben-Politik und Touristenfallen informieren
  • Der Typ mit blutiger Nase, der mich auf der Strasse gefragt hat, ob ich gesehen hätte, wer ihn gerade ausgeraubt hat – hab ich nicht
  • Hundekacke auf allen Gehsteigen ergo Hundekacke an meinen Schuhen
  • Kurzhaarfrisur aka Schafscherung aka Heidi in Buenos Aires

Kulturelle Einsichten:

  • Die Bewohner von Buenos Aires heissen porteños
  • Porteños geben einander – aber auch Touristen – zur Begrüssung einen Kuss auf die Wange
  • Wenn man im Supermarkt mit Kreditkarte bezahlen will, muss man seinen Pass dabei haben
  • Porteños schätzen es generell nicht sehr, wenn man mit Kreditkarte bezahlen will (aufgrund der instabilen Wirtschaftslage bevorzugen sie Bargeld). Noch viel weniger schätzen sie es, wenn man mit Kreditkarte bezahlen will und dann den Pass nicht dabei hat …
  • Im Supermarkt ist Milch in Plastiksäcken und Cornflakes in Styroporschalen abgepackt
  • Ein „plato light“ ist ein Teller mit zwei riesigen Omeletten, gefüllt mir Spinat und Ricotta, garniert mit etwa einem Liter Tomatensauce – super lecker, fühlte mich nachher hingegen alles andere als „light“
  • Hier wächst Flausch auf den Bäumen – wauuuu!
  • In Buenos Aires darf man WC-Papier ins WC werfen – yeay!
  • Beim Busfahren muss man vorne einsteigen und die Sube-Karte an den Kartenleser halten. Wehe dem, der das nicht weiss und hinten einsteigt – der Zorn des Passagier-Kollektivs sei ihm gewiss! Er wird vor und mit den Augen aller durch fies-finsteren Blicken traktiert,  bis er zutiefst verwirrt und/oder beschähmt wieder aussteigt. Alsbald fährt der Bus ‚grad zleid‘ ohne ihn wieder ab. Sagt man …
  • Das beste Alter um Tangotanzen zu lernen ist 30. Dann hat man – so Tangolehrer Alberto – genug Schmerz erlebt, um das Drama dieses Tanzes zu verstehen. Was für ein Glück, dass ich gerade 30 geworden bin …
  • Porteños sind teilfreudige Trinker. Bier bestellt man hier im Liter und teilt mit Freunden. Wer kein Bier (ver)mag, sitzt mit seinen Freunden, einer Thermoskanne und dem typischen Mate-Becher in den Park und lässt diesen kreisen.
  • Über den Einfluss von Evita und Juan Peron, die Militärdiktatur von 1976-1983, die Anzahl ihrer Opfer und über die Schuld an der derzeitigen Wirtschaftskrise sind sich Tangolehrer, Taxifahrer, Tourguides und Psychologie-Professoren uneins. Einig sind sie sich hingegen darin, dass Politiker heute zu korrupt und Politik allgemein zu kompliziert ist.

Sonstige Einsichten:

  • So ein Blog ist cheiben aufwändig
  • Fotos hochladen dauert mindestens eine Viellion Jahre – folgen daher sobald ich irgendwo ein besseres Internetz finde

Next Stop:

  • Tigre Delta
  • La Colonia de Sacramento
  • Montevideo

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